ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ


A

1905 in Berlin - 1977 in Tettnang
Otto Abel war von 1930 bis 1970 Kantor und Organist an der Immanuelkirche in Berlin-Prenzlauer Berg. 1956 wurde er Lektor für Kirchenmusik bei der Evangelischen Verlagsanstalt in Ostberlin. Er war als Herausgeber und Komponist für mehrere Verlage tätig. 1959 nahm Abel eine Tätigkeit als Landeskirchenmusikdirektor für die Region Ost der Evangelischen Kirche von Berlin-Brandenburg auf. Er starb 1977 auf einer Reise in Tettnang.

04. April 1901 in Essen - 18. September 1973 in Klobenstein b. Bozen
Adam Adrio tat sich vor allem als Herausgeber protestantischer Kirchenmusikwerke des Frühbarock und des Barock hervor. Er gab die Matthäuspassion von Johann Georg Kühnhausen heraus, arbeitete u. a. zu Dietrich Buxtehude, Johann Crüger, Melchior Franck, Gottfried Heinrich Stölzel, Georg Philipp Telemann, aber auch zu Komponisten des 20. Jahrhunderts wie bspw. Ernst Pepping. 1937 gab er die Festschrift für seinen Lehrer Arnold Schering heraus. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verfasste er mehrere Aufsätze in der Geschichte der evangelischen Kirchenmusik, die Friedrich Blume 1965 herausgab. Ebenso stammen im Musiklexikon 'Die Musik in Geschichte und Gegenwart' (ab 1949) zahlreiche Artikel von ihm. Für die große mehrbändige Musikbeispielsammlung 'Das Musikwerk' stellte er den 19. Band zum Thema Fuge zusammen. Musikerbiographien stellte er auch für die ab 1953 erscheinende Neue Deutsche Biographie (NDB) zusammen.

1720 in Dobitschen bei Altenburg - 1774 in Berlin
Johann Friedrich Agricola war Komponist, Musiker, Dirigent und Publizist. Er gehörte der jungen Musikgeneration um J.A. Scheibe und Ph. E. Bach, K.H. Graun an, die in entschiedener Abwendung von der Tradition des deutschen Spätbarock mit Leidenschaft das neue Ideal einer „natürlichen“ Musik des Gefühls gesucht hat. Der Erfolg seines ersten „Divertimento“ „Il filosofo convinto in amore“ veranlasste König Friedrich II., ihn als Hofkomponisten in die Königliche Kapelle nach Berlin zu berufen.

1625 in Mühlhausen/Thüringen - 1673 in Mühlhausen/Thüringen
Johann Rudolf Ahle wurde in Mühlhausen geboren, studierte in Erfurt Theologie und war Komponist, Organist, Dichter und evangelischer Kirchenmusiker. Das kirchenmusikalische Werk Ahles gehört einerseits dem bunt schillernden Gattungsbereich des geistlichen Konzerts an, andererseits der Gattung der liedhaften Arie.

1671 in Venedig - 1750 in Venedig
Tommaso Albioni wurde in Venedig geboren. Wo Albioni studiert hat, bleibt ungewiss; vermutlich bei Giovanni Legrenzi, dem gegen Ende des Seicento berufensten Meister in Venedig. Neben zahlreichen Kantaten und Instrumentalmusik schrieb er mehr als 80 Opern.

1921 in Gotha
Beate Albrecht wurde am 23. Mai 1921 in Gotha als Enkelin von Professor Ernst Rabich, Kantor in Gotha, geboren. Ihren ersten Klavier-Unterricht erhielt sie durch Kurt Johnen in Berlin, der Theorie-Unterricht erfolgte nach seiner bei Reclam erschienenen 'Allgemeinen Musiklehre'. Sie studierte am Konservatorium Dresden Violine, Klavier und Blockflöte, wo sie mit der Tonika-Do Lehre arbeitete. Sie erhielt Unterricht von einer Schülerin von Kantor Stier. Es folgten ein Lehrauftrag am Pädagogischen Institut und Kindergarten-Seminar in Dresden und ein Geigenstudium bei Professor Hansmann in Erfurt. Anschließend wurde sie Privatmusikerzieherin in Gotha und gab Konzerte. Nach ihrer Heirat und dem Umzug nach Sandershausen ist Beate Albrecht dort als Musiklehrerin und Privatmusikerzieherin für Geige, Blockflöte und Klavier tätig. Sie zeichnet ihre methodischen Erfahrungen, die sie im Musikunterricht mit der relativen Solmisation macht, auf. Ihre musikpädagogischen Arbeiten sind unter den Editionsnummern 2084 - 2094 veröffentlicht. 

1736 in Klosterneuburg - 1809 in Wien
Johann Georg Albrechtsberger wurde 1736 in Klosterneuburg geboren. Er zählte zu den führenden musikalischen Gestalten im Wiener Musikleben und war einer der bekanntesten Organisten, Komponisten und Kontrapunktlehrer seiner Zeit. Als Komponist nahm Albrechtsberger insbesondere auf dem Gebiet der geistlichen Chormusik eine wichtige Stellung ein. Sein kirchenmusikalisches Schaffen umfasst unter anderem 35 Messen, daneben komponierte er auch zahlreiche Werke für Orchester, Kammerensembles und Soloinstrumente.

1963
Manfred Albus wurde 1963 geboren. Er studierte in Köln Schul- und Kirchenmusik sowie Musikwissenschaft und war in der Hochschulklasse Orgel bei Professor Dr. Wolfgang Stockmeier. Er ist Organist und Chorleiter in der katholischen Kirchengemeinde Herz Jesu Schildgen, im Hauptberuf ist er Studienrat am Antoniuskolleg in Neunkirchen-Seelscheid.

1935
Hans-Günther Allers legte in Trossingen sein Musiklehrerexamen ab und studierte anschließend in Hamburg Klavier und Komposition, unter anderem bei Hans Poser, Ernst-Gernot Klußmann und Walter Girnatis. Von 1990 bis 2008 hielt er Vorträge und leitete Kompositionsabende am Klavier unter dem Motto 'Eine vergnügliche Reise in die Welt der Musik' mit Kommentaren zu eigenen Kompositionen aus musikhistorischer Sicht. Sein kompositorisches Schaffen umfasst Werke für Klavier, Kammermusik in diversen Besetzungen und Orchesterwerke. Für seine musikalischen Leistungen wurde er mehrfach prämiert.

1904 in Gersau - 1986 in Rom
Benno Ammann studierte in Leipzig (Sigfrid Karg-Elert, Hermann Reutter) und Paris (Arthur Honegger, Darius Milhaud, Albert Roussel). Von 1951 bis 1972 nahm er regelmäßig an den jährlich stattfindenden Internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt teil.Ab 1964 folgten erste praktische Umsetzungen der Kompositions- und Realisationsmethoden in der Elektronischen Musik. Er arbeitete bis 1985 an verschiedenen Studios für Elektronische Musik: München, Rom, Utrecht, Gent, Warschau und New York.

1919 in Weilburg - 1997 in Mainz
Erwin Amend studierte am Hoch’schen Konservatorium in Frankfurt am Main und war u. a. als Konzertmeister am Stadttheater Gießen, am Kurorchester Baden-Baden und von 1956 bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1979 beim Orchester der Städtischen Bühnen Mainz engagiert. Sein Oeuvre umfasst mehr als 200 Kompositionen verschiedener Gattungen.

1928 - 1999
Erhard Anger wurde am 4. Juni 1928 ín Annaberg geboren. Er starb 1999 in Terpitz.

1911 in Moskau - 1963 in New Hartford, New York
Yuri Arbatsky wurde 1911 in Moskau geboren. 1919 ging die Familie des ehemaligen zaristischen Hofrates und Hochschulprofessors Iwan Arbatsky nach Deutschland in die Emigration. Arbatsky studierte in Dresden und Leipzig bis 1932 Musik (Komposition bei Grabner). Anschließend lebte er als Volksmusikforscher in Jugoslawien bis er 1942 nach Prag berufen wurde, um dort als wissenschaftlicher Assistent bei Beching an der Deutschen Universität zu arbeiten. Seine Dissertation hatte den Titel „Das mazedonische Tupanspiel“. Nach dem 2. Weltkrieg bereiste Arbatsky als Pianist und Gastdozent Westeuropa und die USA, wo er von 1950 bis 1953 als Kirchenmusiker in Chicago ansässig war. Ab 1955 bereitete er seine auf dem Balkan betriebenen folkloristischen Forschungsarbeiten zum Druck durch die Guggenheimstiftung vor.

1619 in Bologna - 1701 in Bologna
Giulio Cesare Arresti war Organist und Kapellmeister und einer der Mitbegründer der „Academia Filarmonica“, deren Präsident er 1671, 1686 und 1694 war. Arresti war einer der führenden Meister des Bologneser konzertanten Stils, der in seinem Bestreben nach Klangwirkung und feinsinniger Deklamation die kontrapunktische Arbeit immer mehr zurücktreten ließ. Neben Sonaten für Violine und Cello, sowie Werken für Orgel verfasste er etliche geistliche Werke, darunter Messen, Psalme und Oratorien.