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02.02.1930 in Náchod, Tschechien
Miroslav Raichl studierte von 1949 bis 1953 Komposition bei Pavel Borkovec an der Akademie der musischen Künste in Prag, wo er in den folgenden drei Jahren Aspirant bei Väclav Dobiäs war. Nach dem Studium arbeitete er kurze Zeit im Tschechischen Musikfonds. Von 1958 bis 1962 war er Sekretär für schöpferische Fragen der Komponistensektion des Verbandes Tschechoslowakischer Komponisten, von 1965 bis 1970 unterrichtete er am Konservatorium in Prag und seit 1980 ist er Lehrer am Konservatorium in Pardubice, Tschechien.

30.04.1903 in Berlin - 19.10.1960 in Herford
Günter Albert Raphael war ein handwerklich souveräner, produktiver und vielseitiger Komponist. Sein Gesamtschaffen umfasst etwa 300 Kompositionen –  35 davon für Orchester (inklusive 11 Solokonzerte), 86 für diverse Kammermusikbesetzungen, 29 für Klavier, 30 für Orgel, 120 sind Vokalwerke. Viele seiner Werke sind vom Rundfunk eingespielt und im In- und Ausland aufgeführt worden. Schwerpunkte seines Schaffens waren neben der Sinfonik und der Kammermusik die Kirchenmusik. Seine musikalische Sprache ist ausgeprägt kontrapunktisch und expressiv, in einigen Werken hinsichtlich der Rhythmik auch Jazz-verwandt.

26.09.1943 in Meinigen - 19.03.2008 in Heide
Die Violinistin Maria Christine Raphael machte zahlreiche Aufnahmen in Rundfunkanstalten und Schallplattenstudios im In- und Ausland. Ihre Konzerttätigkeit führte sie sowohl als Solistin mit Orchester in die meisten Länder Europas, nach Kanada, USA, Südamerika, Westafrika und Japan. Neben der Interpretation der Standardliteratur für Violine von der Barockzeit bis zur Moderne war es ihr ein besonderes Anliegen, die Violinenkompositionen ihres Vaters aufzuführen und aufzunehmen.

1950
Im August 2000 wurde Karl Rathgeber zum Professor für Dirigieren an die neu gegründete Hochschule für ev. Kirchenmusik in Bayreuth berufen. Er verantwortete als Gründungsrektor den Aufbau der Hochschule und leitet diese nunmehr als gewählter Rektor. Daneben ist er künstlerischer Leiter des „regerCHoR braunschweig“ und gehört dem Dozententeam sowie dem Beirat des Internationalen Arbeitskreis für Musik in Kassel an.

1927
Rau war Kirchenmusikdirektor an der Kilianskirche in Heilbronn, baute  Chöre auf, betreute sie und gab Konzerte als Organist und Cembalist. Rau war Vorsitzender des Württembergischen Kirchenmusikverbandes, Mitglied verschiedener Kirchenmusikgremien, leitete ein Chor-Seminar im Wagner-College New York und gab zahlreiche Konzerte mit dem Vokalensemble Heilbronn.

1933
Walter Reckziegel absolvierte ein Studium an der Staatlichen Musikhochschule München im Fach Schulmusik und promovierte in den Fächern Musikwissenschaft, Musikethnologie und Pädagogik an der Freien Universität Berlin. Nach Tätigkeiten in Kassel, Aachen und Münster sowie als hauptamtlicher Musikdidaktiker an den Universitäten Augsburg und Regensburg, trat er vor allem als Liedbegleiter und Pianist bei Kammermusik auf.  

27.07.1916 in Bochum - 13.12.1968 in Mülheim an der Ruhr
Siegfried Reda gilt als eine der aktivsten Kräfte bei der Erneuerung der ev. Kirchenmusik nach 1945. Er schrieb überwiegend Musik mit liturgischem Bezug.

19.03.1873 in Brand - 11.05.1916 in Leipzig
Berühmtheit erlangte Max Reger, eigentlich Johann Baptist Joseph Maximilian Reger, vor allem durch seine Kompositionen für die Orgel. Er hatte eine besondere Affinität für protestantische Choräle, die ihn mit seinem großen Vorbild JS Bach verband. Reger entdeckte die alten barocken Gattungen Choralvorspiel, Phantasie und Fuge sowie Passacaglia wieder und entwickelte sie weiter. Daneben gilt Reger aber auch als Vollender der „chromatischen Polyphonie“, die einst von seinem Vorbild Bach gepflegt wurde.

05.02.1667 in Weißenfels - 06.10.1734 in Leipzig
Es wird berichtet, dass Gottfried Reiche ein außerordentlich begabter Trompetenvirtuose gewesen sei. Er war ein Freund des seit 1723 in Leipzig lebenden Johann Sebastian Bach und wirkte als Solist bei der Aufführung zahlreicher Kompositionen Bachs mit. Als Komponist schuf er zahlreiche Turmmusiken sowie 24 Quatricinia und 122 verloren gegangene Abblasen-Stücke.  

12.05.1928 in Marktoberdorf - 29.12.2008 in Großgmain
Hermann Regner brachte zahlreiche Publikationen zur Musikpädagogik und -didaktik hervor und war Mitherausgeber des Unterrichtswerkes „Musik und Tanz für Kinder“. Überdies komponierte er für Klavier, Bläser, andere Kammermusikbesetzungen, für Sprecher und Chor.  

Karl Rehberg war Professor für Musikerziehung an der Hochschule für Musik in Berlin. Er ist Herausgeber der im Merseburger Verlag erschienenen Veröffentlichung „Deutsche Musikkunde“ (EM 1612).  

1909 - 16.04.1986
Philipp Reich war Gründer und Leiter der Kirchenmusikschule (1946–1977), Kirchenmusikdirektor der EKHN und bis 1982 Obmann des Chorverbandes. Er war jahrzehntelang Chorleiterdozent an der Frankfurter Musikschule, gründete 1947 die Hessische Kantorei und die „Chor-Stiftung Philipp Reich“ zur Unterstützung der Arbeit des Chorverbandes.  

1955 in Grimma
Seit 1977 ist Johannes Reiche als Klarinettist am heutigen Philharmonischen Staatsorchester in Halle tätig. Zudem dirigiert er seit 2002 den Kinder- und Jugendchor der Stadt Halle. Überdies arbeitet er freischaffend als Komponist und Dirigent, sein besonderes Engagement gilt der Neuen Musik; seine Kompositionen widmen sich vor allem den Bläsern.  

03.08.1901 in Neuchâtel, Schweiz - 10.12.1992 in Lutry, Schweiz
Bernhard Reichel verfasste zahlreiche Kompositionen, unter anderem für Orchester, Streicher und Chöre, Klavier, Bratsche und Cembalo.  

21.01.1931 in Germersheim
Schon als Student war Alfred Reichling Mitglied eines Ensembles für mittelalterliche Musik, später trat er als Organist an die Öffentlichkeit, bespielte Schallplatten, leitete bis 1972 das hochschuleigene Kammerorchester und edierte darüber hinaus ältere Orgelmusik. Ein Schwerpunkt seiner Forschungen liegt auf dem Gebiet der Orgelgeschichte, wozu er zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt hat.

1909 - 2000
Der Kirchenmusiker und Komponist Friedrich Reimerdes wurde geprägt von seinem Lehrer Curt Doebler und dessen Stil. Im Merseburger Verlag erschien von ihm unter anderem „Auf, auf, mein Herz, mit Freuden“ in der Besetzung für 4-stimmigen gemischten Chor (EM 65).  

10.12.1893 in Stotternheim (heute Erfurt) - 18.06.1955 in Berlin
Schwerpunkt des kompositorischen Schaffens von Walter Rein war Vokalmusik.  

1954 in Rüsselsheim
Nach frühen ersten Kompositionen und privatem Gitarrenunterricht gründete Bernhard Rendel zunächst die Beatband „The Ego“, danach die Rockband „My Solid Ground“. Darauf  folgte ein Musikstudium und Erfolge mit eigenen Kompositionen der Sparte E-Musik. So konnte Rendel verschiedene Kompositionspreise entgegennehmen. Weiterhin war er 14 Jahre lang als Dozent für Tonsatz und Hörschulung an der Universität Mainz tätig.

10. November 1911 in Zürich - 03. August 1978 in Tübingen
Werner Emanuel Werner alias Daniel Brustwerckle war als Orgel- und Musikinstrumentenbauer hauptsächlich in Nehren tätig.

15.04.1920 in Münster - 13.01.1983
Rudolf Reuters Lebenswerk ist der Orgel gewidmet, der Erforschung wertvoller historischer Orgeln in Westfalen und ihrer Betreuung und Restaurierung. Er veröffentlichte zahlreiche Schriften, vor allem zur Orgelkunde. Zudem pflegte er als leidenschaftlicher Cembalist auch die Sammlung historischer Instrumente des Landschaftsverbandes im Erbdrostenhof.  

Eric Rice ist Direktor des Collegium musicum der Musikabteilung der Universität von Connecticut, USA. Durch verwandtschaftliche Beziehungen mit Aachen verbunden, promovierte er 2002 über „Music and Ritual at Charlemagne’s Marienkirche in Aachen“. Diese Dissertation ist im Merseburger Verlag (EM 1274) erschienen.

29.10.1903 in Chemnitz
Gotthold Ludwig Richter komponierte Werke für Orgel, Bratsche, Klavier und verschiedene Chöre.  

Friedrich Riegel ist der Gemeindevorsteher der Neuapostolischen Kirche im Bezirk Bamberg. Im Merseburger Verlag erschien sein Satz für „Mit meinem Gott geh ich zur Ruh“ (EM 40).

16.05.1912 in Köln - 28.02.1966 in Berg am Starnberger See
Helmut Riethmüller war bis 1962 Leiter der Hauptabteilung Musik und anschließend bis 1964 Musikbeauftragter der Fernsehdirektion des Bayerischen Rundfunks in München. In der Reihe „Europäische Weihnachtslieder“ im Merseburger Verlag erschien von Riethmüller „Freuet euch zur Stund (Kroatien)“ (EM 9054) und „Heut kam ein Engel (Ungarn)“ (EM 9054), beide für 4-stimmigen Männerchor.

29.05.1958 in Hamburg
Susanne Rode-Breymann ist Herausgeberin und Autorin zahlreicher Publikationen aus den Bereichen der Gender-Forschung, Musikgeschichte der Frühen Neuzeit, der Neuen Musik und der Musik der Jahrhundertwende. Im Februar 2010 wurde sie zur neuen Präsidentin der Hochschule für Musik und Theater Hannover gewählt.  

10.03.1920 in Essen-Altendorf - 22.09.2010 in Albstadt
Bernhard Rövenstrunck komponierte viele Auftragswerke für tschechische Musiker, Ensembles und Orchester. Von 1979 bis 1988 befasste er sich mit der Vertonung und deutschen Übersetzung der gesamten Poesie von San Juan de la Cruz.


06.07.1914 in Neumünster - 04.06.1994 in Lübeck
Rohwer war Gründer des Barsbütteler Arbeitskreises für neue Komposition, in dem er nach 1950 Komponisten und Musiktheoretiker der Hochschulen zusammen brachte. Zu den Mitgliedern des Kreises zählten Wilhelm Keller, Manfred Kluge, Friedrich Neumann und andere. Rohwer war Schüler der Musikpädagogen Georg Götsch und Fritz Jöde und stark von der Jugendmusikbewegung beeinflusst. Besonders bekannt war Rohwer jedoch für seine Lieder und Kanons wie etwa „Wer nur den lieben langen Tag (das Jungbrunnenreich)“, die vor allem in den 1950er und 1960er Jahren durch Liederbücher wie „Ars Musica“ und „Die Mundorgel“ weit verbreitet waren.

01.09.1910 in Solingen - 15.10.1997 in Korbach
Friedrich Samuel Rothenberg wuchs – wie sein Bruder Theophil Rothenberg – in einem singfreudigen Elternhaus auf, das durch die Singbewegung geprägt war (Walther Hensel, Fritz Jöde, Richard Gölz). Er wirkte als Gemeinde- und „Sing“-Pfarrer in Berlin, nach Krieg und Gefangenschaft war er Singwart und Verlagsleiter im CVJM Kassel. Von 1951 bis 1962 war er Pfarrer an der Nikolaikirche in Korbach.

13.06.1912 in Solingen - 2004 in Berlin
Theophil Rothenberg hatte mit seinen Bearbeitungen und Veröffentlichungen Anteil an der Bekanntheit von Negro Spirituals im kirchlichen Bereich im deutschen Sprachraum, zum Beispiel mit „Go tell it on the mountain“ – „Geh ruf es auf dem Berge“.    

John Rwontree war als professioneller Orgelberater tätig und betrieb Projekte zur Orgelrestaurierung. Zudem wirkte er als Chorleiter und Organist in der Douai Abbey und als Musikdirektor in St Mary's, Douai Abbey und der Parish Church in Berkshire. Im Merseburger Verlag erschien von ihm „Orgeln in Oxford, Cambridge, London“.  

14.06.1921 in Köslin, Pommern - 25.09.2004 in Erlangen
Martin Ruhnkes Arbeitsschwerpunkte waren die Musiktheorie des 16. und des 17. Jahrhunderts, die Musikgeschichte Pommerns, die Geschichte der italienischen Oper im 18. Jahrhundert und Leben und Werk von Georg Philipp Telemann.

18.07.1913 in Esslingen am Neckar - 27.11.2006
Paul Ernst Ruppel arbeitete als Lektor und Bundessingwart sowie als Schriftleiter und Kantor des Christlichen Sängerbundes. Er war Mitglied der Ökumenischen Textautoren- und Komponistengruppe der Werkgemeinschaft Musik e.V. und der AG Musik in der Ev. Jugend e.V., heute Textautoren- und Komponistengruppe TAKT. Ruppels Melodien finden sich in vielen kirchlichen Liederbüchern, unter anderem in freikirchlichen Gesangbüchern. Er hat zahlreiche Singwochen und Dirigentenschulungen geleitet und hatte maßgeblich Einfluss auf die christliche und hier insbesondere auf die freikirchliche Chorarbeit.

16.04.1936 in Gablenz in der Niederlausitz
Otto Ruthenberg studierte von 1957 bis 1961 Schulmusik an der Hochschule für Musik in Berlin. Er war Fachbereichsleiter für Musik des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums Spandau. 1965 gründete er den Berliner Siemens-Chor, der 1989 in Pro Musica Chor Berlin umbenannt wurde. 1969 hob er den Jungen Chor Berlin aus der Taufe, 1972 das Junge Sinfonie Orchester Spandau, 1975 schließlich die Capella Spandowia. Ebenso komponierte Ruthenberg insgesamt mehr als 200 Werke. Im Jahr 1989 erhielt er für seine Verdienste um die Musik das Bundesverdienstkreuz am Bande.