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P

1910
Von Waldemar Paasch ist im Merseburger Verlag erschienen: „Es ist auf Erden ein Kindlein gebor'n“  in der Besetzung für 4-stimmigen gemischten Chor (Instrumente ad lib.) - EM 456

August 1653 in Nürnberg - 03.03.1706 ebenda
Pachelbel war einer der wichtigsten Komponisten der süddeutschen Orgeltradition. In seinen Orgelwerken wird das Pedal relativ sparsam verwendet, viele Werke sind nur manualiter geschrieben. Pachelbels Kompositionen umfassen Choralbearbeitungen, freie Orgelwerke (Orgelchoräle, Choralvariationen und Triosonaten. Bekannt geworden sind vor allem seine als Cantus firmus bezeichneten Choralbearbeitungen mit einer Vor-Imitation der einzelnen Motive in den Begleitstimmen.  

Im Merseburger Verlag erschien Stefano Pasinos „Sonata à 4 'La Savolda'“ – EM 2341

in Weert, Niederlande
Paul Peeters studierte Musikwissenschaft an der Universität Utrecht und spezialisierte sich bei Maarten Albert Vente und Jan van Biezen in der Organologie. Er erhielt Orgelunterricht bei Kees van Houten und Jacques van Oortmerssen und bildete sich weiter bei Klaas Bolt, Harald Vogel und Jean-Claude Zehnder. Von 1983 bis 1991 war er Schriftleiter von „Het Orgel”. 1995 emigrierte er nach Schweden, wo er bei dem Göteborg Organ Art Center (Universität Göteborg) als Leiter der Bibliothek und Koordinator der Dokumentation angestellt war. Von 2004 bis 2007 war er Direktor von GOArt. Er ist Gründungsmitglied der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für computergestützte Orgeldokumentation (IAOD); seit 2006 ist er Präsident der IAOD.  

12.09.1901 in Duisburg - 01.02.1981 in Berlin-Spandau
Ernst Pepping gilt als einer der wichtigsten protestantischen Kirchenmusiker des 20. Jahrhunderts, der vor allem geistliche Werke für Chor schrieb, darunter a-cappella-Messen, Motetten und Choräle (beispielsweise das Spandauer Chorbuch). Zudem schuf er weltliche Vokalmusik, Orgel- sowie Orchester- und Kammermusikwerke. Nach einer neoklassizistischen Phase in der Weimarer Republik suchte Pepping in der Zeit des Nationalsozialismus in seinen Orchesterwerken eine gemäßigte Tonalität und arbeitete mit vereinfachten Strukturen. Mit dieser Form von traditioneller Musik hatte er Erfolg. Sie bewahrte ihn davor, Gebrauchsmusik für die Nazis zu komponieren. Es entstanden zahlreiche Orchesterwerke, darunter drei Sinfonien. Diese vom 19. Jahrhundert inspirierten Kompositionen waren handwerklich gut gearbeitet und musikalisch einprägsam.

um 1625 in Rom - 12.01.1675 in Dresden
Marco Giuseppe Peranda gilt neben Vincenzo Albrici als einer der maßgeblichen italienischen Meister in Deutschland in der Zeit des Barock. Von 1651 bis 1656 wirkte er als Altist am Dresdner Hof, wurde 1661 Vizekapellmeister und 1663 dritter Kapellmeister als Nachfolger von Albrici. Nach einer Italienreise 1669 wurde er ab 1672 Hofkapellmeister in Dresden. 1975 wurde er im Kloster Marienstern bei Dresden beigesetzt.  

11.03.1926 in Weimar - 11.04.2010 in Witzenhausen
Von 1945 bis 1949 studierte Peter Kirchenmusik an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Seine erste Stelle trat er 1949 als Kantor und Organist in Bad Berka an. Von 1950 bis 1961 war Herbert Peter Dozent für Orgelspiel, Tonsatz und angrenzende Fächer an der Thüringer Kirchenmusikschule Eisenach und wurde 1961 Landeskirchenmusikdirektor an der ev.-luth. Kirche in Thüringen, was er bis 1991 blieb. Gleichzeitig war er von 1961 bis 1984 Kantor an der Georgenkirche in Eisenach und Leiter des Eisenacher Bachchores. 1961 berief man Herbert Peter als Direktor der Thüringer Kirchenmusikschule. Hier blieb er bis zu seiner Eremitierung 1988.  

1936 in Hamburg
Uwe Petersen studierte an der Hamburger Staatlichen Hochschule für Musik und Theater und legte dort 1962 das Kirchenmusikerexamen ab. Noch während seines Studiums war er Assistent des Kirchenmusikers der Hauptkirche St. Nikolai in Hamburg. Danach hatte er verschiedene Organisten- und Chorleiterstellen inne. Zuletzt war er mehrere Jahrzehnte bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2000 Kirchenmusiker an der ältesten Hamburger Kirche im nördlichen Stadtteil Bergstedt. Hier entstand unter anderem aus der Praxis heraus auch die „Weihnachtsgeschichte“, die im Merseburger Verlag erschien.  

1977 in Tübingen am Neckar
Anne Constanze Petersmann studierte zunächst Oboe und Klavier an der Karlsruher Musikhochschule bei Thomas Indermühle, später an den Konservatorien von Paris (bei Jacques Tys) und Amsterdam (bei Alfredo Bernardini). In ihrem Aufbaustudium an der Schola Cantorum Basiliensis bei Katharina Arfken spezialisierte sie sich auf historische Rohrblattinstrumente. Sie ist freischaffende Künstlerin, sowohl solistisch als auch kammermusikalisch unterwegs und ist tätig als Herausgeberin von Kantaten Christoph Graupners, erschienen im Merseburger Verlag (EM 980). Seit 1998 unterrichtet sie Kinder und Erwachsene im Spiel auf der Blockflöte und Oboe.  

24.10.1912 in Plauen, Vogtland - 19.05.1985 in Eisenach
Johannes Petzold komponierte Melodien, Kanons, Chor- und Bläsersätze, Orgelvorspiele, Motetten und Kantaten. Sie sind größtenteils in Sammlungen enthalten, zum Beispiel in Liedblättern des Christlichen Sängerbundes. Evangelische, katholische und freikirchliche Gesangbücher in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Skandinavien enthalten seine Melodien. Zu seinen bekanntesten Werken gehört die Melodie zu Jochen Kleppers Adventslied „Die Nacht ist vorgedrungen“.  

05.12.1639 in Glatz - 13.10.1694 in Bautzen
Johann Pezelius, auch Pezel, Betzel, Betzeld, Petzold, Petzel oder Bässel, wirkte ab 1664 in Leipzig als Kunstgeiger. 1669 wurde er Stadtpfeifer und leitete ab 1672 das Collegium musicum. 1675 und 1679 bewarb er sich vergeblich um eine Stelle als Ratsmusiker in Dresden. Auch eine Bewerbung um das Thomaskantorat schlug 1677 fehl. 1681 wurde Pezelius schließlich Stadtmusiker in Bautzen. Seine Kompositionen stehen in der Tradition der älteren deutschen Suiten. Die Melodien weisen oft französische und italienische Einflüsse auf.

um 1588 in Hollfeld, Oberfranken - vermutlich 1631 in Würzburg
Heinrich Pfendner, auch Pfender, Pfendtner, Pfenter oder Pfentter, studierte wahrscheinlich bei Aichinger und Erbach in Augsburg sowie bei Cifra in Rom und Loreto. Er wirkte als Organist in Gurk, ab 1614 war er tätig am Hof Erzherzog Ferdinands II. in Graz. 1618 wurde er Kapellmeister und Hoforganist in Würzburg. Hier kam er höchstwahrscheinlich bei der Erstürmung der Festung Marienberg ums Leben. Pfendner komponierte Messen, Motetten und Marianische Gesänge.

06.12.1922 in Mosnang, St. Gallen
Ernst Pfiffner gründete in Luzern das Schulmusikseminar und bewirkte die Umwandlung der Kirchenmusikschule in eine Akademie für Schul- und Kirchenmusik. Sein Opus umfasst mehr als 140 Kompositionen für Solo bis großer Chor sowie für Instrumentalbesetzung von Solo bis großes Orchester.

1972 in Köln
Klaus Pietschmann ist Musikwissenschaftler mit Schwerpunkt Musikgeschichte. Seine musikhistorischen Abhandlungen gehören zu den Standardwerken der Musikgeschichte. Für seine Promotion mit dem Thema „Kirchenmusik zwischen Tradition und Reform. Die päpstliche Kapelle und ihr Repertoire unter Papst Paul III., 1534-1549“ wurde er mit dem Göttinger Akademiepreis für Geisteswissenschaften 2008 ausgezeichnet. Bei Merseburger veröffentlichte er seine Abhandlung: „Das Erzbistum Köln in der Musikgeschichte des15. und 16. Jahrhunderts“.

Im Merseburger Verlag erschien von Gerhard Pilz „Das Volk der Finsternis für gemischten Chor“.  Partitur – EM 61  

25.12.1928 in Seibersbach
Der Kirchenmusiker und Musiktheoretiker Heinrich Poos veröffentlichte bei Merseburger Volkslieder aus aller Welt für gemischten Chor sowie eigene geistliche Kompositionen für den Chor, teilweise mit Instrumentalbegleitung.

1885 - 1956
Hermann Meinhard Poppen war zunächst Universitätsmusikdirektor an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Da die Kirchenmusikausbildung wohl nicht im Sinne der Kirchenleitung verlief, wurde 1931 das Ev. Kirchenmusikalische Institut Heidelberg (heute Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg) gegründet, dessen erster Leiter Poppen wurde. Von 1919 bis zu seinem Tod 1956 leitete er den Bachchor Heidelberg.

1963
Seit 1981 musiziert Wolfgang Portugall gemeinsam mit Egbert Lewark-Portugall an der Orgel und Lewark an der Trompete. Gemeinsam bestritten sie neben Fernsehauftritten zahlreiche Rundfunkaufnahmen und spielten mehrere Tonträger ein. Ihr Repertoire besteht vorwiegend aus barocker und zeitgenössischer Musik. Sie sind bisher in ganz Deutschland und in mehreren europäischen Ländern aufgetreten.  

08.10.1917 in Tanenbergsthal - 01.10.1970 in Hamburg
Das vielfältige Schaffen Posers umfasst Orchester- und Klaviermusik, Chorwerke, Melodien für den Werbefunk und zwei Fernsehopern. Schlagartig bekannt wurde Poser mit der Uraufführung des Capriccio „Till Eulenspiegel“ op. 35 am 1956 auf dem Deutschen Sängerbundfest. Posers Werk zeigt ein starkes Engagement für die Musikpädagogik, besonders die Kinder-, Jugend- und Schulmusik. Er komponierte zahlreiche Kinderlieder, Laiensingspiele und kleinere relativ leicht spiel- und singbare Werke, die sich besonders für den Musikunterricht eignen.

15.02.1571 oder 1572 in Creuzburg bei Eisenach - 15.02.1621 in Wolfenbüttel
Michael Praetorius, eigentlich Michael Schultheiß, wurde durch seine große Zahl geistlicher Werke – allen voran die Musae Sioniae – , durch seine Choral- und Kirchenliedbearbeitungen sowie Psalmvertonungen einer der wichtigsten Vertreter der ev. Kirchenmusik. Sein theoretisches Hauptwerk, das in Latein verfasste Syntagma musicum in drei Bänden, stellt eine Informationsquelle von unschätzbarem Wert über Musik und Musikinstrumente der frühbarocken Zeit dar. Praetorius trug mit seinem Werk zur Etablierung des deutschen Musikstiles des frühen 17. Jahrhunderts bei.

1926 in Hardisleben
Das wichtigste Arbeitsgebiet von  Ludwig Prautzsch ist die Erforschung der verborgenen Symbolik in den Werken Johann Sebastian Bachs. 1976 war er an der Gründung der internationalen Arbeitsgemeinschaft für theologische Bachforschung beteiligt. Seine im Merseburger Verlag erschienenen Arbeiten über die Verwendung symbolischer Zahlen im Werk von Johann Sebastian Bach erregten in der Fachwelt Aufsehen.  

Der Organist Siegfried Pritsche wirkt in Halle an der Saale. So hat er unter anderem auf der Johann-Gottlieb-Mauer-Orgel aus der Musikinstrumentenausstellung des Händel-Hauses Werke von Georg Friedrich Händel, Samuel Scheidt, Johann Sebastian Bach, Friedrich Wilhelm Zachow und Wilhelm Friedemann Bach erklingen lassen.

1917 - 1994
Der Organist Johannes Pröger befasste sich maßgeblich mit der Orgel in Bezug auf Mozart und dessen Verbundenheit mit dem erklärten Lieblingsinstrument, von dem allerdings nicht klar war, dass Mozart auch eigens dafür komponiert hatte. Im Merseburger Verlag gab Pröger zwei Partitur-Bände mit dem Titel „Mozart auf der Orgel“ (EM 823 A und EM 823 B) heraus. Ebenso erschien seine Ausführung „Mozarts Verhältnis zur Orgel und zur Orgelkomposition“ (EM 1434).  

02.01.1830 in Füssen - 10.10.1895 ebenda
Der Orgelspezialist Balthasar Proebstl präsentierte 1852 auf der Industrie-Ausstellung im Rathaus zu Augsburg eine zehnregistrige Orgel, die er selbst bespielte. Für das Orgelwerk erhielt er als Auszeichnung die Silbermedaille der Ausstellung. Zeitlebens baute er über 150 Orgelwerke, von denen noch etwa ein Viertel erhalten ist. Bei Merseburger erschien seine Hauschronik.

1925
Von Erwin Hero Proske ist im Merseburger Verlag erschienen: „Erhalt uns Herr, bei deinem Wort“ in der Besetzung für  5-stimmigen gemischten Chor – EM 218

1891 - 1967
Curt Protze entstammte einer Berliner Musikerfamilie. Er komponierte in verschiedenen Gattungen der Musik, wie etwa Orchester- und Chorwerke und auch Kammermusik. Herausragend war sein Erfolg der bereits 1920 komponierten Operette „Münchhausen“ bei der Berliner Funkstunde 1934.  

10.09.1659 in Westminster - 21.11.1695 in London
Henry Purcell galt schon zu seinen Lebzeiten als der beste englische Komponist und wurde daher mit dem Ehrentitel „Orpheus Britannicus“ gewürdigt. Zu seinen Meisterwerken gehören sein „Te Deum“ (das erste englische „Te Deum“ mit Orchesterbegleitung) und „Jubilate“, die für den Cäcilientag des Jahres 1694 entstanden. Er komponierte ein Anthem für die Trauerfeier der Königin Maria II. von England 1694, das in einer elektronischen Fassung von Wendy Carlos zur Titelmusik von Stanley Kubricks Film „A Clockwork Orange“ wurde.