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K

1936 in Melle
Dietrich Kämper, geb. 1936 in Melle (Kreis Osnabrück), studierte Schulmusik an der Hochschule für Musik Köln, gleichzeitig Musikwissenschaft an den Universitäten Köln und Zürich; 1963 Promotion zum Dr. phil., 1967 Habilitation für das Fach Musikwissenschaft an der Universität zu Köln; 1986 Berufung auf den neu errichteten Lehrstuhl für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik Köln, 1995 auf die Professur an der Universität zu Köln; Gastprofessuren in Cremona (1990), Tokyo (1998) und Kaohsiung (Taiwan, 2008).

23.04.1925 in Kirchrüsselbach - 04.02.2008 in Erlangen
Der Musikwissenschaftler und Theologe Friedrich Kalb beschäftigte sich intensiv mit dem Kultus der lutherischen Kirche. Sein Buch 'Grundriss der Liturgik' ist zu einem Standardwerk über den lutherischen Gottesdienst geworden. Von 1968 bis 1974 war Friedrich Kalb als Schriftleiter der Zeitschrift „Gottesdienst und Kirchenmusik“ tätig.  

1961
Stefan Kames studierte an der Kölner Musikhochschule Schulmusik, Kirchenmusik und künstlerisches Orgelspiel in der Klasse von Prof. Viktor Lukas. Weitere Studien bei Prof. Dr. Wolfgang Stockmeier und dem Kölner Domorganisten Prof. Clemens Ganz folgten. An der Kölner Universität promovierte er in Musikwissenschaft. Neben seiner Tätigkeit als Oberstudienrat für Musik und Religion am Freiherr vom Stein Gymnasium in Leverkusen konzertiert er regelmäßig als Organist. Seit 1998 ist Stefan Kames musikalischer Leiter des Kammerorchesters Bergisch Gladbach.  

24.04.1902 in Essen - 09.03.1973 in Bangkok
Hans Kammeier studierte Musik in Freiburg und München (u. a. bei Prof. Gurlitt, Gschrey und Courvoisier). Ab 1929 wirkte er freischaffend in Berlin, später als Referent für Kammermusik beim Reichssender Berlin. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er freischaffend in Gauting bei München tätig und befasste sich mit geistlicher Musik. Als Freier Mitarbeiter beim Bayerischen Rundfunk war er zuständig für Hörspiel-, Chor-, Kammer- und Volksmusik. Weiterhin wirkte er mit an Chorkantaten für den RIAS-Kammerchor und Operneinführungen, ebenso war er verantwortlich für Sendefolgen wie „Dichter im Lied“ und „Volkslied und Kunstlied“.    

1725 in Coburg - 1778 in Bayreuth
In  Kehls  Musik verbinden sich konservative Züge mit verschiedenen Neuerungen in der Behandlung des Orchesters: differenzierte Dynamik Mannheimer Prägung, beständiger Wechsel von gedämpften und ungedämpften Streicher-Klängen im zweiten Satz des Cembalo-Konzerts oder dreifache Geigentremoli, mit denen das Niedersteigen des Engels in den „Pilgrimen auf Golgatha“ sinnfällig gemacht wird.  

1920 in Wels - 2008 in Salzburg
Wilhelm Kellers kompositorisches Schaffen umfasst vor allem Lieder und Chorwerke über zeitgenössische und eigene Texte. Weitere Veröffentlichungen sind ein zweibändiges Handbuch der Tonsatzlehre, die fünf Bände „Ludi musici“ für das musikpädagogische Arbeitsfeld von der Früh- bis Spätpädagogik sowie zahlreiche Artikel in Fachzeitschriften und Sammelwerken über musikpädagogische, musiktheoretische, volksmusikalische und erziehungspolitische Themen.    

1907 in Saalfeld - 2007 in Flensburg
Herbert Kelletat war Musiker, Musikwissenschaftler, Organist, Chorleiter und Autor von musikwissenschaftlichen Werken. Seit 1930 erschienen von ihm verfasste wissenschaftliche Veröffentlichungen, insbesondere zur Geschichte der Orgel und zu Fragen musikalischer Temperaturen.  

08.12.1923 - 21.12.1991
Jean-Pierre Kemmer (8. Dezember 1923 bis 21. Dezember 1991) zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Komponisten Luxemburgs. Er war außerdem Dirigent, Schlagzeuger, Pianist und Chorleiter sowie Mitglied des RTL Orchesters. Er komponierte Chorwerke, Messen und Konzerte, Sinfonien, sowie Operetten- und Filmmusik. 1969 gründete er die Jean-Pierre Kemmer-Chöre. 2012 erscheint im Merseburger Verlag die Johannespassion 'La Sainte Passion selon St. Jean' (EM 2138), die am 3.2.2012 in Luxemburg aufgeführt wurde.

1928 in Neuendettelsau
Mit zahlreichen Rundfunkaufnahmen deutscher und ausländischer Sender, durch Vorträge und vor allem durch seine Konzerttätigkeit als Organist und Dirigent eigener Werke ist Matthias Kern international bekannt.  

13.01.1893 in Bochum - 05.11.1959 in Hamburg
Paul Kickstat studierte Naturwissenschaft in Freiburg/Br. und Kiel und war Orgelschüler von Gustav Knak. Von 1920 bis 1921 war Kickstat als Theorielehrer am Bernutschen Konservatorium in Hamburg tätig, von 1924 bis 1944 Kantor und Organist der Christianskirche ('Klopstockkirche') in Hamburg-Ottensen; daneben war er musikpädagogisch tätig, besonders in der Kirchenmusik. Als nebenamtlicher Dozent an der Pädagogischen Akademie in Hamburg-Altona wirkte Kickstat von 1930 bis 1931, weiterhin als Lehrer an der Kirchenmusikschule Gustav Knak in Hamburg, im Anschluss daran bis 1945 als Dozent für Theorie an der Landesmusikschule Schleswig-Holstein in Lübeck. Von 1945 bis 1951 war er Lehrer an der Kirchenmusikschule in Hamburg. Kickstat war stets an der Förderung des musikalischen Nachwuchses interessiert und unterrichtete u. a. H. F. Michelsen und Detlef Kraus privat.

03.05.1928 in Roßlau - 1984
Dietrich Kilian studierte an der Freien Universität in Berlin und promovierte dort 1956 mit einer Arbeit über „Das Vokalwerk D. Buxtehudes, Quellenstudien zu seiner Überlieferung und Verwendung“. Er war als wissenschaftlicher Mitarbeiter am J.-S.-Bach-Institut in Göttingen tätig.  

1616 in Nürnberg - 1655 in Nürnberg
Kindermanns Gesamtwerk umfasst die meisten während der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts üblichen instrumentalen und vokalen Gattungen und Formen. Vokalwerke bilden den Hauptteil im Schaffen des Nürnberger Organisten: Motetten mit und ohne Basso continuo sowie mit Instrumentalbegleitung, chorische und solistische Konzerte, Dialoge und Lieder. Kindermanns vier Instrumentalsammlungen sind aktiv an der Entwicklung der Instrumentalmusik im mittleren 17. Jahrhundert beteiligt und zeigen ihn als einen hervorragenden Komponisten auf diesem Gebiet.

1903 Zduńska Wola, Polen - 1999 in Bad Kreuznach
Eugen Klause war von 1930 bis 1945 Kirchenmusiker in Bartenstein. 1935 wurde er zum Geschäftsführer des ostpreußischen Kirchenchorverbandes und 1937 zum Landesobmann des Verbandes ev. Kirchenmusiker in Ostpreußen berufen. 1946 bis 1964 war er Kirchenmusiker in Wernigerode.

08.01.1915
Friedrich Klausmeier erhielt von 1956 bis 1958 ein Stipendium der DFG für die erste musiksoziologische Jugenduntersuchung „Jugend und Musik im technischen Zeitalter“. Er regte an und war Mitherausgeber des Unesco-Liederbuches „Europäische Lieder in den Ursprachen“.

1894 in Heidenheim - 1979
Waldemar Klink war erster Leiter der 1936 gegründeten „Nürnberger Singschule“. Wegen seines Eintretens für zeitgenössische Musik wurde er von den Nationalsozialisten mit zwei Jahren Auftrittsverbot belegt. 1946 setzte er die Leitung der als „Nürnberger Singgemeinschaft“ neu gegründeten Singschule fort. In weiteren Kreisen der weltlichen Chöre wurde er durch sein Standardwerk „Der Chormeister“ bekannt.

E. Klotz studierte an der Staatlichen Musikhochschule in Basel mit Abschluss Diplom Klavier- und Orgellehrer, erwarb das Konzertreife-Diplom für Orgel (mit Auszeichnung) bei Professor Guy Bovet und studierte Generalbass, Alte Musik, Continuo bei Jean Goverts an der Schola Cantorum Basel. Außerdem studierte er Musikwissenschaft in Straßburg und hält Vorträge über musikwissenschaftliche Themen.

25.10.1900 in Offenbach/Main - 11.05.1987 in Köln
Hans Klotz studierte Kirchenmusik am Hoch'schen Konservatorium und Musikwissenschaft, Philosophie und Pädagogik an der Universität Frankfurt. Nach Studienaufenthalten bei Charles-Marie Widor in Paris wurde er 1929 promoviert. Er war Kirchenmusiker in Frankfurt am Main, an der Christuskirche in Aachen und in Flensburg. Im Jahre 1954 wurde er Professor und Leiter des Instituts für Kirchenmusik an der Kölner Musikhochschule. Klotz gab Konzerte im In- und Ausland, war tätig in Sachberatungen bei Orgelneubauten und veröffentlichte über Orgelspiel und -bau.

1881 in Neuschliechach - 1951 in Wörishofen
Der Name Armin Knab ist vor allem in der Jugend- und Schulmusikbewegung bekannt. Er komponierte Klavier- und Lautenlieder, aber auch Chorlieder und Oratorien. Außerdem vertonte er Gedichte u. a. von Goethe, Hölderlin und Alfred Mombert. Besonders die Wiederverwendung alter Musikinstrumente und alter Volksmusik, aber auch die Förderung des a-cappella-Gesangs lagen ihm am Herzen.

Hans-Oskar Koch ist Herausgeber des zweiten Bandes der „Thüringer Motetten“ EM 354Er wirkte mit bei den Kirchenkonzerten der Klosterkirche Enkenbach.  

23.03.1918 in Groß-Börnecke
Johannes Kochs Kompositionen umfassen Solo-, Chor-, Bläser- und sonstige Instrumentalmusik und wurden in zahlreichen Verlagen veröffentlicht. Neben kleineren Werken, die auf gottesdienstliche Praxis zielen, entstanden auch Großformen wie die Oratorien „Die Bergrede“, „Komm Geist der Hoffnung, der Liebe und des Friedens“ und „Daniel“, die „Passion nach Johannes“, der Orgelzyklus „Evocation Catalane“ oder die „Sinfonischen Episoden“ für großes Orchester.

Die Ehefrau des Komponisten Wolfgang Köhler ist Herausgeberin der Edition „Wolfgang Köhler. Das Werk“ 

1923 in Braunschweig - 2003 in Zierenberg
Die Rezeption seiner Werke war im In- und Ausland beachtlich: Luxemburg, die Schweiz, die USA, Großbritannien wurden Heimstätten von Werken des ,,scheinbar Stillen“ (Helmuth Hopf). Er erhielt Auftragswerke wie die ,,Mahler-Reflexionen“ op. 67 aus Kassel und die ,,Jerusalem-Fantasie“ op. 23 als Festmusik für die 3000 Jahre alte Stadt. Köhlers Werke sind gekennzeichnet durch Selbständigkeit in allen Gattungen, sorgfältige motivische Kalkulation, Reihentechnik und Zahlensymbolik, Ablauschen der Charakteristika aller Instrumente.

07.06.1927 in München
Fritz Köll gehört zu den komponierenden Pionieren für Erneuerung der ursprünglich barocken Colla-parte-Kapellpraxis des vokal-instrumentalen Musizierens „Cantare et Sonare“. Er schrieb zahlreiche Chorwerke mit variablen Bläserbesetzungen: satztechnisch solide und stilistisch zeitgenössisch relevante Beiträge zum Liebhabermusizieren mit künstlerischem Anspruch. Reine Blechbläserstücke entstanden vor allem aus der Zusammenarbeit mit dem Münchner Ensemble „Blasengel vom Petersturm“.

1691 - 1758
Die Mehrzahl der von Johann Balthasar König erhaltenen Werke sind gottesdienstliche „De tempore-Musik“; einige Gelegenheitswerke kommen hinzu. Auch Opernaufführungen scheint sich König mindestens gelegentlich gewidmet zu haben. Ganz besonders beschäftigte er sich während seiner Amtszeit mit der Frage und Pflege des gottesdienstlichen Gemeindegesangs.

1931 in Kuschten/Kreis Meseritz - 2007
Als Herausgeberin der Orchester-Studienwerke für das Instrument Harfe machte sich Ruth Konhäuser als Lehrerin einen großen Namen: An wichtigen Positionen in aller Welt sitzen ihre Schüler an der Harfe. Das Geheimnis ihres musikalischen Erfolges war die umsichtige und gezielte Anleitung ihrer Harfenschüler, die absolute Sicherheit im Vortrag, die Art und Weise des kultivierten Musizierens und ihre Freude am Musizieren.

14.06.1938 in Wormer/Niederlande - 25.01.2009 in Hurghada/Ägypten
Weltweit bekannt wurde Kooiman durch seine intensive Beschäftigung mit der Alten Musik, besonders mit der Interpretation der Bachschen Orgelwerke. In zahlreichen Fachveröffentlichungen hat er sich mit authentischer Bach-Interpretation und Quellenforschung zur Orgelmusik befasst.

Schule für Posaunenchöre – Lehrmethode nach Koring.  Ab 1936 Chorleiter des Posaunenchors Holzwickede.

30.03.1922 in Berlin - 12.01.1998 in München
Peter Jona Korn studierte an der Berliner Musikhochschule und an der Beltane School in London bei Rubbra. Nach seiner Emigration nach Palästina setzte er seine Ausbildung am Jerusalem Conservatory bei Wolpe fort, wiederum später an der University of California at Los Angeles bei Schönberg und an der University of Southern California bei Eisler und Toch. Filmmusikkomposition studierte er mit Ròsa und Dahl. Korn gründete das New Orchestra of Los Angeles und unterrichtete Komposition am Münchner Trapp Konservatorium. Er war Gastprofessor der University of California at Los Angeles und Direktor des Strauss Konservatoriums von 1967 bis 1987. Er war Vizepräsident des Deutschen Komponistenverbandes und Mitglied des Aufsichtsrats der GEMA.  

26.06.1747 in Welwarn - 07.05.1814 in Wien
Bereits zu Lebzeiten erfuhr Johann Anton Kozeluch Anerkennung in ganz Europa, wurde jedoch in seinen letzten Jahren auch als Vielschreiber kritisiert. Seine besten Werke wiesen schon Züge der Musiksprache Ludwig van Beethovens und Franz Schuberts auf. Kozeluch hinterließ etwa 400 Kompositionen. Darunter befinden sich etwa 30 Sinfonien und 22 Klavierkonzerte, zwei Klarinettenkonzerte, 24 Sonaten für Klavier und Violine, 63 Klaviertrios, zwei Oratorien, neun Kantaten und einige kirchenmusikalische Werke. Zu seinen Werken gehören auch je sechs Opern und Ballette, welche jedoch mit Ausnahme einer Oper als verschollen gelten.

13.07.1910 in Frankfurt/Main - 1989
Hans Kracke studierte Musikwissenschaft, Germanistik und Pädagogik sowie Klavier, Komposition, Dirigieren und Musikerziehung. Darauf folgten erfolgreiche Jahre als Kapellmeister und Chordirektor u.a. in Frankfurt/Main, Düsseldorf, Graz und Wilhelmshaven. Nach 1945 wirkte er zunächst als Dozent an der Musikhochschule in Karlsruhe, danach als Dozent an der Akademie für Musik in Darmstadt. Hier lehrte er Klavier, Theorie/Komposition und Leitung der Opernschule. Darüber hinaus konzertierte er als Solist (Pianist und Begleiter) und als Dirigent, insbesondere als Interpret seines eigenen kompositorischen Schaffens. Hierbei spielte die Chormusik eine ganz besondere Rolle. Ab 1963 war Kracke wieder in Frankfurt/Main als Dozent am Dr. Hoch’schen Konservatorium sowie an der Chorleiterschule tätig.

1918
Von Gerhard Krämer erschien im Merseburger Verlag 'Cembalo - selbst entwerfen und bauen. Eine Anleitung für Heimwerker'.

Egon Kraus war an folgender Veröffentlichung beteiligt: Europäische Lieder in den Ursprachen. Berlin 1957  

*1932
Musikwissenschaftler

28.12.1651 in Nürnberg - 18.07.1735 in Zittau
Johann Krieger war berühmt für seine kontrapunktischen Fähigkeiten, z. B. seine Doppelfugen. Georg Friedrich Händel lobte seine „Anmuthigen Clavierübungen“ und verbreitete sie in England. Krieger kann in einer Reihe mit Johann Kuhnau und Johann Caspar Ferdinand Fischer gesehen werden. Einige seiner deutschen Kantaten sind seltene Beispiele für den späten bzw. gemischten Madrigalstil bei einem Komponisten der Nürnberger Schule.

26.02.1649 in Nürnberg - 06.02.1725 in Weißenfels
Obwohl Johann Philipp Krieger neben Buxtehude und Pachelbel zu den bedeutendsten Komponisten seiner Generation zählt, geriet er für lange Zeit fast in Vergessenheit und wird erst in jüngster Zeit wiederentdeckt. Harold E. Samuel sieht die Bedeutung von Kriegers vielseitigem Schaffen, das Opern, Instrumentalkompositionen und über 2000 Kantaten umfasst, „vor allem in der Einführung italienischer und französischer Satztechniken in die deutsche Musik unmittelbar vor Bach“. Auch mit seiner 1697 im Druck erschienenen Sammlung „Musikalischer Seelenfriede“ trug er dazu bei, Bachs Kantaten den Boden zu ebnen.

1930 - 2005
Seit Anfang der 1950er Jahre trat Siegfried Kross mit zahlreichen Publikationen zu Brahms und dem Schumann-Kreis hervor, darunter einem Buch über Brahms’ Chorwerke, in zweiter Auflage 1958 und einer Brahms-Bibliographie 1983. Weitere Schwerpunkte seiner Arbeit sind Geschichte und Ästhetik des deutschen Liedes und das Instrumentalkonzert, sowie die Musikgeschichte des Rheinlandes. Er edierte Werke von Beethoven, Telemann, sowie 20 bis dahin unbekannte Volksliedsätze von Brahms.

03.07.1926
Weiten Kreisen von Kirchenmusikern ist Helmut Krüger durch seine Schrift „Kleiner Chor – ganz groß“ bekannt geworden. Das Buch entstand zunächst als Vortrag bei den Brandenburgischen Orgeltagen 1964. Der Autor referiert über seine durch die eigene Arbeit gewonnene Erfahrung in der Leitung von ländlichen Chören unter schwierigen Bedingungen. Das Buch gilt in der Ausbildung von Kirchenmusikern als Standardwerk der Kantoreipraxis.

22.01.1936 in Berlin
1983 gründete und leitete Friedhelm Krummacher die Johannes-Brahms-Gesamtausgabe und war Mitherausgeber der Mendelssohn- und der Buxtehude-Gesamtausgabe. Seine Arbeiten gelten der Musikgeschichte von der Renaissance bis zur Moderne. Seine Hauptarbeitsgebiete sind die Kirchen- und Orgelmusik des 16. bis 18. Jahrhunderts, Musiktheorie und Musikästhetik, die Geschichte des Streichquartetts vom 18. bis 20. Jahrhundert und die Komponisten Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, Johannes Brahms, Gustav Mahler und Max Reger.

27.05.1949 in Berlin
Christoph Krummacher unternahm zahlreiche Schallplatten- und CD-Einspielungen von Orgelmusik und ist Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften. Er hat sich umfangreiche Verdienste auf musikwissenschaftlichem und theologischem Gebiet und zusätzlich in der Hochschulpolitik erworben. Seine Stärken liegen in der wissenschaftlichen Forschung an der Schnittstelle von Musik und Theologie.

08.05.1742 in Budenice/Zlonice - 19.02.1790 in Paris
Jean-Baptiste Krumpholz, auch Jan Křtitel Krumpholtz, erhielt seine erste musikalische Unterweisung von seinem Vater in Paris, wo er auch aufwuchs. Eine wichtige Station in seinem Leben spielte Österreich; u. a. gab er 1773 ein überaus erfolgreiches Konzert im Wiener Burgtheater und soll während seiner Zeit als Mitglied des Esterhazy’schen Orchesters (1773–1776) auch Kontrapunkt-Stunden bei Joseph Haydn genommen haben. „Sein“ Instrument war die Harfe, für die er auch komponierte.

04.07.1927 - 30.09.2005 in Köln
Harald Kümmerling studierte an der Musikhochschule Halle, der Kunstakademie Burg Giebichenstein und der Universität Halle (Musikwissenschaft, Kunstgeschichte, Italienisch). 1956 promovierte er über „Johann Philip Förtsch als Kantatenkomponist“. Kümmerling war Leiter der Arbeitsgruppe RISM der DDR und Bibliothekar am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Köln. Von 1981 bis 1985 war er führender Herausgeber (Primus inter Pares) und Verleger der Zeitschrift FUSA. Von 1992 bis 2001 hatte er einen Lehrauftrag zum Thema „Orgelchoräle von Johann Sebastian Bach“ und „Musikikonographie“ am Pontificio istituto di Musica Sacra (PIMS) in Rom.

02.11.1914 - 04.06.2001
In über sechs Jahrzehnten hat Felicitas Kukuck neben Instrumentalwerken ein reiches Werk geistlicher und weltlicher Vokalmusik geschaffen und dabei einen sehr eigenen, unverwechselbaren Stil entwickelt. Ihr Kompositionslehrer Paul Hindemith hat Felicitas Kukuck nachhaltig beeinflusst. Sein Bekenntnis zur ethischen Verpflichtung des Komponisten ist für sie richtungweisend geworden. Die konkreten Bedingungen einer Aufführung, d.h. den Anlass, das Können der Ausführenden, das Publikum, den Ort bereits bei der Komposition selbst zu berücksichtigen, ist für sie nie eine Einengung, sondern eine musikalische Herausforderung gewesen. Wie für Hindemith bestimmen Techniken wie die übergeordnete Zweistimmigkeit und harmonisches Gefälle sowie Sekundbrücken ihren Kompositionsprozess.

27.01.1914 in Kiel - 2004
Hans-Hermann Kurig komponierte Kammermusik, Lieder, Orchesterwerke, Chorsätze nach dem EKG, Bläser- und Chormusik. Er unternahm mit seiner Kantorei Konzertreisen nach England, Frankreich, Griechenland und die Türkei und war Mitarbeiter im Südwestfunk Mainz. 1976 wurde er mit der Peter-Cornelius-Plakette für besondere Verdienste um die Musik ausgezeichnet.