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1663 in Bologna - 02.05.1727 in Bologna
Guiseppe Maria Jacchini war Kapellmeister, Cellist und Komponist. Er komponierte vor allem Instrumentalmusik mit Violoncello, welches zu seiner Zeit mehr und mehr die Gambe als Bassinstrument ablöste. Sein op. 4 widmete er dem komponierenden Bologneser Grafen Pirro Albergati, der sich für Jacchinis Festanstellung im Orchester der Kathedrale eingesetzt hatte. Seine Cellowerke haben dazu beigetragen die Stellung des Cellos als Soloinstrument zu festigen.  

21.09.1909 in Straßburg - 27.02.1978 in Zürich
Jacobi forschte vorwiegend im Gebiet der Musiktheorie und -praxis des 17. und 18. Jahrhunderts und edierte u.a. die Gesamtausgabe der theoretischen Werke von Jean-Philippe Rameau. Für seine Rameau-Forschungen verlieh ihm 1975 die französische Regierung denTitel eines Chevalier de l'Ordre des Arts et des lettres. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt galt Albert Schweitzer, einem Freund der Familie, dessen Schriften er ebenfalls edierte.

1948 in Schwerin
Max Reinhard Jaehn interessierte sich schon früh für die Orgel und startete seine ersten Versuche an den Tasten und beim Stimmen der Pfeifen an der großen Ladegastorgel im Schweriner Dom. Ab den 1980er Jahren publizierte er sein Wissen über alte Orgeln in Mecklenburg und Schleswig-Holstein und gilt als Autor von Standardwerken zur Orgelgeschichte Norddeutschlands.  

17.09.1975 in Großenhain
Stefan Jänke studierte zunächst Kulturmanagement, dann Musikwissenschaft, Germanistik und Philosophie. Ebenso absolvierte er ein Studium Komposition/Arrangieren (Fachgebiet Jazz/Rock/Pop) an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden bei Prof. Rainer Lischka (Komposition) und Lars Juling/Henry Walther (Arrangieren). 2001 verfasste er seine Diplomarbeit zum Repertoire der sächsischen evangelischen Kirchenmusik unter besonderer Berücksichtigung populärer Musikstile. Jänke ist in der lokalen Musikszene aktiv und wurde dafür 2004 mit der Preuskermedaille der Stadt Großenhain ausgezeichnet. Seit 1994 ist er Leiter mehrerer Chöre und Ensembles.

1620 in Merseburg - 1682 in Ohlau
1652 ließ Martin Jahn in Berlin eine Liedersammlung aus 50 vierstimmigen deutschen Passionsliedern des 17. Jahrhunderts drucken. 1663 gab er eine weitere Sammlung heraus, diesmal mit 200 Liedern. Sie war für den Hausgebrauch bestimmt, viele Lieder wurden bekannte evangelische Melodien. Sein Werk gilt als erste evangelische Sammlung von Passionsliedern. Er verfasste auch eigene Lieder, wobei nur eines, das er 1668 vermutlich bei der Flucht aus Eckersdorf gedichtet hat, Verbreitung fand. Weitere Dichtungen von ihm gelten als verschollen.

26.07.1892 in Noisy-le-Sec - 17.12.1982 in Börnsen bei Hamburg
Philipp Jarnach wirkte zuerst als Korrepetitor und Dirigent am Zürcher Stadttheater und später als Theorielehrer am städtischen Konservatorium. Ab 1922 wurden seine Kompositionen publiziert und Jarnach verdiente sich in Berlin seinen Lebensunterhalt durch Aufführungen, privaten Kompositionsunterricht und Musikkritiken. Er engagierte sich nebenher als Pianist, Organisator und gelegentlich als Dirigent. Außerdem war er Mitglied der sogenannten Novembergruppe sowie des Musikausschusses des ADMV, Vorstandsmitglied und Juror der IGNM und künstlerischer Leiter der von Herbert Graf veranstalteten Meloskonzerte.

1947 in Aachen
Norbert Jers absolvierte eine praktische Musikausbildung in Klavier und Chorleitung, studierte Musikwissenschaft, Pädagogik und Archäologie an der Universität Köln und machte erste Berufserfahrungen beim WDR und im Arno Volk Verlag Köln. Als Freier Mitarbeiter betätigte er sich in Gymnasien, an der Volkshochschule, in der Schallplattenindustrie und der Kirchenchorleitung. Von 1980 bis 1983 war Jers Dozent an der Bischöflichen Akademie des Bistums Aachen, danach Professor für Musikpädagogik an der Kath. Fachhochschule Nordrhein-Westfalen. Von 1989 bis 1993 war er Abteilungsleiter/Dekan und von 2000 bis 2007 hatte er einen Lehrauftrag für Musikwissenschaft an der Kath. Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius Aachen.

1959 in Frankfurt/Main
Bettina Jeßberger studierte Musikwissenschaft, Geschichte, Theaterwissenschaft, Philosophie und Bibliothekswissenschaft an den Universitäten Wien und Köln. Unter anderem war sie Dozentin für Musikgeschichte in New York. Es gibt zahlreiche Veröffentlichungen von ihr vor allem zur mittelalterlichen Einstimmigkeit.

zwischen Juni 1867 und Januar 1968 bei Linden in Texas - 01.04.1917 in New York
Scott Joplin wurde einer der ersten erfolgreichen Rag-Komponisten und verband Elemente der romantischen Klaviertradition mit der afroamerikanischen Folklore. Neben rund 80 Rags hat er auch Bühnenwerke geschrieben. Jedoch wurden nicht unerhebliche Teile seines Schaffens - darunter auch komplexe Werke wie ein Musical, eine Oper und eine Symphonie - nie veröffentlicht und sind bis heute verschollen.  

31.05.1943 in Wittenberge - 03.06.2013
Der Musikwissenschaftler und Komponist Helge Jung komponierte 1965 seine erste Filmmusik für die DEFA in Babelsberg. Er unterrichtete an verschiedenen Hochschulen und betätigte sich in Musikverlagen. Seit 1978 war Jung freiberuflich als Komponist, Pianist und Dirigent tätig.