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Johann Rudolf Ahle
1625 in Mühlhausen/Thüringen
1673 in Mühlhausen/Thüringen


Johann Rudolph Ahle wurde am 24. Dezember 1625 in Mühlhausen/Thüringen geboren. Nach seiner schulischen Ausbildung in Mühlhausen und Göttingen begann der Sohn eines Seifensieders ein Studium der Theologie in Erfurt. Zu seiner musikalischen Ausbildung existieren keine gesicherten Quellen. Früh fiel sein Talent als Organist auf. So übernahm er bereits 1646 die Stelle des Kantors an der Kirche St. Andreas zu Erfurt. 1648 veröffentlichte er das 'Compendium pro tenellis', ein lateinischsprachiges, theoretisches Werk über den Chorgesang. 1649 trat Ahle die Stelle des Organisten an der Kirche St. Blasien in Mühlhausen an. Mitte der fünfziger Jahre des 17. Jahrhunderts wählte man ihn in den Rat der Stadt Mühlhausen, 1673 wurde er zum ersten Bürgermeister Mühlhausens gewählt. Sein 1650 geborener Sohn Johann Georg Ahle machte sich ebenfalls als Komponist und Organist einen Namen und war genau wie sein Vater auch dichterisch tätig. Er trat nach dessen Tod seine Nachfolge als Organist an der Kirche St. Blasien an.