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Benno Ammann
1904 in Gersau
1986 in Rom


Benno Ammann erhielt seinen ersten Musikunterricht bei seinem Vater. 1936 zog Benno Ammann nach Basel, wo er bis 1939 als Korrepetitor und Chorleiter am Stadttheater wirkte. Danach wechselte er als Solo-Repetitor an die Oper in Rom, 1941 kehrte er nach Basel zurück. Ab 1951 nahm er regelmäßig an den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt teil, die sich damals zu einem der wichtigsten Foren zeitgenössischer Musik entwickelt hatten. Bereits in den 1950er Jahren gehörte das seinerzeit experimentellste Gebiet der musikalischen Avantgarde, die Elektronische Musik, zu den ständigen Darmstädter Themen. Ammann belegte regelmäßig auch die dort angebotenen Kurse mit praktischem Unterricht in den Kompositions- und Realisationsmethoden der Elektronischen Musik mit Herbert Eimert und Werner Meyer-Eppler. In seinen letzten Lebensjahrzehnten, die er als freischaffender Komponist in Basel verbrachte, brach er häufig zu Auslandsaufenthalten auf, um in den verschiedensten Studios für Elektronische Musik künstlich Ton-, Klang- und Geräuschstrukturen zu erzeugen. Ammann starb 1986 während eines Arbeitsaufenthaltes in Rom. In der Werkliste finden sich sowohl sakrale als auch weltliche Musik, Vokal- und Instrumentalmusik, Stücke für Solo oder Ensemble, Werke aus dem tonalen und atonalen Bereich. Viele Werke Ammanns zeichnen sich durch handwerkliche Vollkommenheit und große musikalische Kreativität, Schönheit und Reife sowie im Besonderen durch einen äußerst witzig-spielerischen Umgang mit dem Material aus – Ausdruck seiner professionellen Neugier und Entdeckerlust, die ihm bis ins hohe Alter erhalten blieb.