Tableau Musical Nr. 17


Artikelnr.: Tableau Musical Nr. 17
ISMN: ISSN: 1862-5126

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Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

„Bessres kenne ich nicht“ schrieb Felix Mendelssohn über die Lieder seiner Schwester Fanny. 2015 jährt sich der Geburtstag Fanny Hensels zum 210. Mal und nichts liegt näher, als sie mit dem Themenschwerpunkt dieser Ausgabe zu ehren. Die Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst geht gleich noch einen Schritt weiter und organisiert eine einjährige Veranstaltungsreihe mit Kompositionswettbewerb, die am 209. Geburtstag der Komponistin beginnt. Elke Mascha Blankenburg, die Musikerin, Dirigentin, Kantorin, Chorleiterin war nicht nur eine der Pionierinnen im Bereich Frauen in der Musik, sondern auch eine der ersten, die die Musik von Fanny Hensel in den 80er Jahren entdeckte, aufführte und herausgab. Leider kann sie das kommende Jubiläum nicht mehr miterleben. Über ihr Leben und Wirken lesen Sie näheres auf S. 9.  
Außerdem stellen wir Ihnen die russische Komponistin Olga Magidenko, die in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag feiert und den zukunftweisenden Komponisten Hyunbae Lee vor, dem mit seinem preisgekrönten Orchesterwerk RGB ein interessanter Brückenschlag durch die Verbindung traditioneller kompositorischer Techniken des 18. Jahrhunderts mit neuen Klangformen gelungen ist.
Noch immer wird Musik aus den Jahrhunderten vor 1800 für  das Konzertleben neu entdeckt: Zum einen die aus der Zeit zwischen 1550 und 1630 stammende einzigartige Musikbibliothek, die in der Handschriftenabteilung der Universitätsbibliothek Kassel verwahrt wird und zum anderen das Archiv musikalischer Handschriften aus der Zeit zwischen 1750 und 1800 im Ratzeburger Dom. Aus beiden Sammlungen wurden neue Reihen mit Alter Musik konzipiert, die wir Ihnen präsentieren.
„Mund auf statt Klappe zu! Frauenbewegung in lauten Tönen“ war der Titel einer erfolgreichen Konzertreihe der Frauen- und Genderbibliothek CID aus Luxemburg mit Liedern aus der Frauenbewegung in Luxemburg und Deutschland. Daraus entstanden ist eine Notenausgabe in drei Bänden, in denen jeweils auch auf den politisch-historischen Kontext der Lieder eingegangen wird. So bleibt dieses einmalige Chorprojekt nachhaltig dokumentiert und die Lieder werden hoffentlich noch viele Chöre und deren Publikum (frauen-)bewegen.
Das 35-jährige Jubiläum des Pan Verlages wird im September in Kassel mit einem Tag der offenen Tür und im November in der Schweiz mit drei großen Aufführungen des Bolivianischen Requiems von Juan Arnez gefeiert. Näheres dazu auf S. 11.
 
Viel Freude beim Lesen und neue Ideen wünscht Ihnen

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