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Erwin Reuben Jacobi
21.09.1909 in Straßburg
27.02.1978 in Zürich


Jacobi studierte in München und Berlin Volkswirtschaft. Von 1934 bis 1952 lebte er in Israel, wo er während der letzten zwei Jahre (1951/52) bei Frank Pelleg (Cembalo) und Paul Ben-Haim (Musiktheorie) studierte. Seine musikalische Ausbildung setzte er bei Wanda Landowska, Curt Sachs und Eduard Müller fort. An der Universität Zürich promovierte er 1957 bei Paul Hindemith über die „Die Entwicklung der Musiktheorie in England nach der Zeit von Jean-Philippe Rameau“. Ab 1956 lebte er in der Schweiz und war als Interpret und Dozent tätig (ab 1961 unterrichtete er am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Zürich). Ein wesentlicher Teil seiner über Jahre aufgebauten Musikbibliothek, die Quellen der Musiktheorie vom Mittelalter bis in die Neuzeit, französische barocke Cembalomusik und mehr als 300 Autographen von Albert Schweitzer umfasst, befindet sich heute in der Zentralbibliothek Zürich. 1929 besuchte Erwin Reuben Jacobi seinen Freund Albert Schweitzer in seinem Haus in Königsfeld (Schwarzwald) und berichtet, wie dieser nach den Klavierstunden, die er seiner Tochter Rhena gab, oft eine halbe Stunde und länger über Themen aus Wagner-Opern fantasierte, um seine Ungeduld über das ihn nicht befriedigende Spiel des Kindes abzureagieren.